ERSTE HILFE STARTSEITE                           

     
 

Zahnfleisch



Entzündungen im Mund

Entzündetes Zahnfleisch hat meist mehr als nur eine Ursache. Neben Stoffwechselstörungen, lokalen Faktoren, wie abstehende Füllungsränder, schlechte Zähne und alte Kronen, und psychischen Problemen spielt bei Zahnfleischentzündungen die falsche Pflege eine Hauptrolle.
 

Das Problem

Ihr Zahnfleisch ist gerötet, geschwollen und blutet bei Berührung. Mundgeruch ist vorhanden.
 

Die Lösung

-Die beste Hilfe für entzündetes Zahnfleisch ist ein gründliche Reinigung. Putzen Sie vor allem den Halsbereich Ihrer Zähne sehr gründlich. Wenn es nicht geht, weil das Zahnfleisch schmerzt oder weil sich die Beläge bereits verfestigt haben, dann lassen Sie eine Reinigung von Ihrem Zahnarzt durchführen.
-Kurieren Sie Zahnfleischentzündungen mit Zahnfleischcremes
-Reinigen Sie Ihr Zahnfleisch mit Sonnenblumenöl
-Bringen Sie Ihr Abwehrsystem auf Trab (vitaminreich ernähren, ausreichend schlafen, wenig Alkohol, möglichst nicht rauchen).
-Spülen Sie Ihr Zahnfleisch mit Kräuterauszügen gesund (Anis, Eucalyptus, Hopfen, Süßholz) (mehr im
Buch).
-Holen Sie sich Hilfe aus dem Schatzkästchen der Homöopathie (siehe
Buch)
-Besänftigen Sie entzündetes Zahnfleisch mit Honig und Bienenwachs (nicht, wenn Sie kariöse Zähne haben!).
-Viele Medikamente erhöhen die Entzündungsbereitschaft der Schleimhäute. Lesen Sie sich die Packungsbeilagen der Medikamente die Sie regelmäßig nehmen. Wenn Sie Hinweise auf Schleimhautwirkungen finden, dann wenden Sie sich an den behandelnden Arzt.

 

 

ERSTE HILFE STARTSEITE

 




Zahnfleischbluten

Meist beginnt Zahnfleischbluten mit einer Entzündung am Übergang vom Zahn zum Kiefer. Ursache sind Bakterienbeläge. Es gibt auch innere Ursachen, die Ihr Zahnfleisch bluten lassen: Diabetes, Blutgerinnungsstörungen, Vitaminmangel. Auch bei hormonellen Umstellungen ist das Zahnfleisch empfindlicher. In der Pubertät, während einer Schwangerschaft und in den Wechseljahren kommt es häufiger zu Zahnfleischbluten. Darüber hinaus lassen eine Reihe von Medikamenten (z.B. Mittel gegen erhöhten Blutdruck) das Zahnfleisch leichter bluten.

 

Das Problem

Das Zahnfleisch blutet bei Berührung. Beim Zähneputzen ist das Spülwasser rot.

 

Die Lösung

Das beste Mittel gegen Zahnfleischbluten ist eine gute Mundpflege und der Regelmäßige Gang zum Zahnarzt. Wenn Sie unter Zahnfleischbluten leiden, sollten Sie sich alle drei Monate bei Ihrem Zahnarzt zur Säuberung Ihrer Zahnzwischenräume und Zahnfleischtaschen einfinden.

So beugen Sie Zahnfleischblutungen vor
* Putzen Sie Ihre Zähne nach jeder Mahlzeit. Versuchen Sie es einmal mit einer batteriebetriebenen elektrischen Zahnbürste.
* Säubern Sie die Zahnzwischenräume gründlich mit Zahnseide, einem Interdentalbürstchen oder einem Zahnhölzchen.
* Benutzen Sie Mundspülmittel zur Bakterienreduktion.
* Verwenden Sie Heilcremes für Ihr Zahnfleisch, um die Entzündungsbereitschaft zu senken
* Bringen Sie Ihr Abwehrsystem auf Vordermann. Nehmen Sie ausreichend Vitamine zu sich, sorgen Sie für ausreichend Schlaf, trinken Sie nicht zuviel Alkohol, lassen Sie die Zigarette aus.
*Trinken Sie viel (Wasser oder Tees), um den Speichelfluss anzuregen.
*Essen Sie ballaststoffreiche grobe Nahrung (frisches Gemüse, Äpfel). Dadurch werden Zähne und Zahnfleisch bereits beim Kauen gereinigt und die Bakterien finden weniger Nährstoffe vor.

Verringern Sie mit Tees die Blutungsbereitschaft des Zahnfleisches mit Tees (Schachtelhalm, Hirtentäschel, Kamille, Salbei, Ringelblume (mehr im Buch).

Zahnfleischbluten ist ein Warnsignal
1. Sie sollten auf alle Fälle zum Zahnarzt gehen, wenn Ihr Zahnfleisch nach zweiwöchigen eigenen Mundhygienemaßnahmen immer noch blutet, wenn das Zahnfleisch vieler Zähnen beteiligt ist oder wenn das Gewebe rund um das blutende Zahnfleisch anschwillt.
2. Blutendes Zahnfleisch kann auch ein Hinweis auf allgemeingesundheitliche Probleme sein. Lassen Sie sich hausärztlich untersuchen, wenn Zahnfleischbluten plötzlich auftritt und trotz der Behandlung durch den Zahnarzt nicht mehr vergehen will.



 

ERSTE HILFE STARTSEITE

 




Schwellungen

Sie sollten jede Schwellung im Gesicht ernst nehmen. Lassen Sie sich auf alle Fälle von einem Arzt oder Zahnarzt untersuchen. Es gibt im Mundbereich auch lebensbedrohliche Schwellungen, z.B. wenn die Atmung durch die Schwellung behindert wird. Denken Sie insbesondere an die Möglichkeit einer Allergie.
 

Das Problem

Sie haben eine Schwellung am Gaumen, neben den Zähnen, unter der Zunge oder an der Wange.


 

Die Lösung

-Keine Sorgen bei kleinen abgegrenzten Schwellungen während des Essens:
Wenn während des Essens, meist Gaumen oder an den Wangen, kleine feste Schwellungen entstehen, handelt sich um kleine Speicheldrüsen, in denen gerade die Speichelproduktion auf Hochtouren läuft und deren Ausgang eng ist. Die Schwellung vergeht fast immer von selbst innerhalb weniger Minuten.
-Denken Sie an eine Entzündung, wenn die großen Speicheldrüsen anschwellen:
Schmerzhafte Schwellungen an der Wange oder unter der Zunge können auf eine Entzündung der großen Mundspeicheldrüsen hindeuten. Tritt eine Schwellung im Speichedrüsenbereich zusammen mit Fieber auf, könnten Sie an Mumps erkrankt sein. Wenden Sie sich an Ihren Hausarzt.
-Denken Sie bei Quaddelbildung an eine Allergie:
Schwellungen im Mund, die schmerzen, jucken oder brennen, deuten auf eine Allergie im Mund hin. Besonders bei Quaddelbildung ist Vorsicht geboten. Wenn Quaddeln oder Schwellungen regelmäßig beim Essen auftreten, könnte eine Nahrungsmittelallergie vorliegen. Vereinbaren Sie einen Termin beim Zahnarzt oder Ihrem Hausarzt.
-Bei von außen sichtbaren Schwellungen begeben Sie sich baldmöglichst in zahnärztliche Behandlung:
Von außen sichtbare Schwellungen am Kiefer sind immer Anzeichen für stärkere Entzündungen, deren Ursache nur ein Fachmann beurteilen kann. Wenn Zahnfleischtaschen die Ursache für Schwellungen sind, können Sie bis zu Ihrem Termin im Behandlungsstuhl die Schwellung durch eine Zahnbürstenmassage mildern: Versuchen Sie Schwellung in Richtung Zahn auszudrücken. Wenn Sie Glück haben, entleeren sich Eiter und Sekret am Übergang von Zahn und Zahnfleisch. Selbst wenn dadurch die Schwellung ganz vergehen sollte, ist der Besuch beim Zahnarzt unumgänglich!
-Helfen Sie Ihrem Körper beim Abbau der Schwellugen mit Tees und Spülungen:
Überlassen Sie es nicht Ihrem Zahnarzt und Ihrer Körperabwehr, mit der Schwellung fertig zu werden. Unterstützen Sie aktiv den Heilungsprozess!
*Löwenzahn erhöht die Aktivität von Nieren und Leber.
*Hamamelis heilt Entzündungen im Mund- und Rachenraum.
*Blutwurz (Tormentill) beseitigt Entzündungen an den Schleimhäuten im Mund und
Rachen und wirkt heilend auf das Zahnfleisch und den Zahnhalteapparat.
(mehr im Buch).

-Orientieren Sie sich auch an den Tipps für Abszesse.





 

ERSTE HILFE STARTSEITE

 




Abszess

Ansammlungen von Eiter im Gewebe werden als Abszess bezeichnet. Abszesse entstehen aufgrund von Zahnfleischtaschen, Entzündungen der Wurzelspitze, eingespießte Fremdkörper und verlagerte Zähne. Abszesse am und im Kiefer sind ein klarer Fall für den Zahnarzt. Versuchen Sie nie einen Abszess auf eigene Faust zu kurieren!

 

Das Problem

Sie haben eine Schwellung im Mund, ein Zahn tut weh oder es ist ein Fistelausgang erkennbar (roter erhabener Fleck aus dem sich bei Druck gelber Eiter entleert). Die Untersuchung bei Ihrem Hausarzt hat einen Verdacht auf einen Krankheitsherd ergeben.

 

Die Lösung

-Schaffen Sie sich Erleichterung, bis Sie vom Zahnarzt behandelt werden:
Eine Spülung mit Löwenzahntee bringt vorübergehende Erleichterung
Spülung mit Salzwasser lässt die Eiterung schneller an die Oberfläche kommen und aufplatzen.
-So unterstützen Sie die Therapie des Zahnarztes zwischen den Behandlungen:
Spülen Sie mit Kamillentee. Stellen Sie sich ein Spülmittel aus Echinacea her. Sonnenhut (Echinacea) fördert den Heilungsprozess, weil es wirksam gegen Bakterien ist und die Abwehrkräfte stärkt.
-Holen Sie sich Hilfe aus dem Schatzkästchen der Homöopathie (siehe Buch)


 

ERSTE HILFE STARTSEITE





Zahnfleischrückgang

Jeder Rückgang des Zahnfleisches setzt die sensiblen Zahnhälse frei und lässt die Zähne lang werden. Verfärbungen werden sichtbar. Der Zahn beginnt auf Warmes, Kaltes, Süßes und Saures empfindlich zu reagieren. Bei Prothesenträgern verschlechtert sich mit einem Rückgang des Gaumens der Halt des Zahnersatzes. Zahnfleischrückgang und Knochenabbau lassen sich nicht ganz aufhalten. Sie lassen sich jedoch mit dem richtigen Verhalten verlangsamen.


 

Das Problem

Sie bemerken, dass die Zähne länger werden. Die Empfindlichkeit auf Kälte, Wärme, Süßes und Saures nimmt zu.

 

Die Lösung

-Richtiges Putzen bremst den Zahnfleischrückgang
-Meiden Sie horizontale Putzbewegungen. Bürsten Sie lieber von Rot nach Weiß oder benutzen Sie eine der vielen elektrischen Zahnbürsten mit rotierenden Borsten.
-Lassen Sie den Sitz Ihrer Prothese überprüfen
-Gewöhnen Sie sich das Knirschen und Pressen ab.




ERSTE HILFE STARTSEITE




Aphthen

Aphthen sind kleine gelblichweiße runde oder ovale Entzündungen an der Mundschleimhaut, meist an den Seiten der Zunge oder darunter. Sie sind harmlos, können aber höllisch schmerzen.

 

Das Problem

Sie haben einen kleinen roten Fleck an der Schleimhaut, der plötzlich gekommen ist, höllisch weh tut und Probleme beim Essen verursacht.

 

Die Lösung

-Reizen Sie die Schleimhaut nicht. Meiden Sie Pfeffer, Paprika, Curry, Essig und Zitronensaft.
-Fassen Sie nicht mit schmutzigen Fingern in den Mund und berühren Sie Ihre Schleimhaut nicht mit spitzen Metallgegenständen.
-Beruhigen Sie Ihre Mundschleimhaut (Salbeitee, Gewürznelken)
-Soforthilfe bringt ein Stück Watte mit einer schmerzstillenden Zahnfleischcreme (gibt´s in der Apotheke).
-Schaffen Sie sich einen Wundverband aus Haftpulver: Entzündete Stelle trocken tupfen und mit einem angefeuchteten Wattestäbchen Haftpulver darauf geben.
-Holen Sie sich Hilfe aus dem Schatzkästchen der Homöopathie (siehe Buch)

 

 
     

ERSTE HILFE STARTSEITE